D er Wohnungsmarkt in Österreich ist angespannt. Die Nachfrage ist hoch, das Angebot in vielen Gebieten gering. Daher steigen die Preise von Miet- und auch von Kaufobjekten. Wir schauten uns daher an, wo man günstig wohnen kann.

Österreich ist aufgrund des hohen Lebensstandards eines der beliebtesten Länder zum Wohnen. Und das pusht die Preise nach oben. Egal ob Baugrund, Haus- oder Wohnungskauf oder Miete, derzeit muss man in fast überall tief in die Tasche greifen. War früher rund ein Drittel des Monatsgehalts für das Wohnen kalkuliert, gibt man mancherorts bereits knapp die Hälfte für das Zuhause aus. Aber wo wohnt man heute noch günstig?

Wohnpreise-in-Österreich

Die roten Bezirke (Bregenz, Innsbruck (Land), Kufstein, Kitzbühel und Salzburg (Land) sind laut Immobilienscout24 bei Mietpreisen derzeit bei ca. 12€/m².

Leistbares Wohnen in Niederösterreich

Das kommt sehr auf den Objekttyp drauf an. Rund 50% der ÖsterreicherInnen wohnen im Eigentum, 42% zur Miete und die restlichen 8% in Dienstwohnungen oder Einrichtungen, ohne Entgelt zahlen zu müssen. Für Häuskäufer ist Waidhofen an der Thaya (NÖ) der günstigste Bezirk. Rund 896 Euro kostet der Quadratmeter. Dahinter folgen Gmünd und Horn. Bei Eigentumswohnungen hat nach Waidhofen (NÖ, 818 €/m²) die Steiermark die günstigsten Angebote. Hinter Judenburg (822 €/m²) folgt Mürzzuschlag (889 €/m²).

Mieten steigen weiter

Bei den Mietwohnungen ist der Markt noch etwas angespannter. Grund dafür ist, dass in den letzten Jahren trotz der hohen Nachfrage zu wenig Wohnungen geschaffen wurden. Hinzu kommt, dass viele Einwohner noch immer das Stadtleben dem Land vorziehen. Für Mietwohnungen ist das Burgenland am günstigsten. Rust (3,9 €/m²) ist vor Oberpullendorf (6 €/m²) der Spitzenreiter am Wohnungsmarkt. Die Wiener Innenstadt, Innsbruck Stadt sowie Wien Döbling sind bei Mietwohnungen hingegen die teuersten Pflaster (bis 19€/m²).

Von West nach Ost

Die Plattform Immobilienscout24 vergleicht die aktuellen Wohnungspreise und zeigt günstige und teure Bezirke auf einer Karte. Der Westen Österreichs (Vorarlberg und Tirol) hat mit teilweise über 11 €/m² ein deutlich höheres Preisniveau als der Osten. In Wien variieren die Mietpreise stark zwischen den inneren und den äußeren Bezirken. Während man in den Bezirken 2-9 für eine Wohnung bis 80 Quadratmeter durchschnittlich 15€ zahlt, sind die Mieten in äußeren Bezirken wie Brigittenau (20.) oder Rudolfsheim-Fünfhaus (15.) mit 12€/m² günstiger.

Fest steht, wirklich günstig wohnt man nur in wenigen Gebieten. Und eine Entlastung am Wohnungsmarkt ist für die nächsten Jahre nicht absehbar. Erst wenn ausreichend Wohnraum geschaffen wird, könnte sich die Lage entspannen und sowohl Miet- als auch Eigentumspreise senken.

Autorin: Isabella Auer
Bilder: Pixabay | Screenshot Immobilienscout24


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