W ie wird sich Österreich in den nächsten Jahren entwickeln? Was sind die Strategien für eine erfolgreiche Zukunft? Diese Fragen stellten wir unserer Bundesregierung. Sie sollten die 3 wichtigsten Projekte aus ihrem Ressort beschreiben. Das sind die „Top 3“ von Ing. Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie.

Unser vorrangiges Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken und die richtigen Rahmenbedingungen für die Menschen zur Verfügung zu stellen. Das steigert die Attraktivität für Unternehmen und sorgt langfristig für mehr Arbeitsplätze. Mobilität und Verkehr – egal ob auf der Straße, der Schiene, in der Luft oder am Wasser – sind über soziologische, demographische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Parameter mit der gesamtheitlichen Entwicklung verbunden.

5G & Breitband

Eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen sind der Ausbau des Breitband-Internets sowie die Anhebung des Mobilfunks auf 5G-Standard. Damit intensivieren wir unser Bestreben, alle Österreicherinnen und Österreicher und unsere heimischen Betriebe mit schnellem Internet zu versorgen. Speziell die ländlichen Regionen können so zukunftsfit gemacht werden, weil sich auch im ländlichen Bereich Betriebe ansiedeln und Arbeitsplätze geschaffen werden – gleichzeitig wird die Urbanisierung verlangsamt.

Norber Hofer

Seit 18.12.2017 ist Ing. Norbert Hofer Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie.

Zusätzlich ist 5G der Grundstein für autonomes Fahren. Ohne diese technologischen Voraussetzungen werden wir den Verkehr der Zukunft nicht bewältigen können. Deshalb ist es unser Ziel bis 2020 alle Landeshauptstädte flächendeckend mit Internet-Breitbandanschlüssen (100mbit/s) zu versorgen. Drei Jahre später sollen 5G-Dienste entlang der Hauptverkehrsverbindungen zur Verfügung stehen, und Ende 2025 sollen alle Österreicherinnen und Österreicher flächendeckend im 5G-Netz surfen können.

Öffentlicher Verkehr, Klima & Energiestrategie

Die Zukunft des Verkehrs ist abgasfrei – der Weg dorthin hat schon begonnen. Erklärtes Ziel ist dabei die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsträger und nachhaltiger Mobilität. Dem Ausbau der Schiene zur nachhaltigen Bewältigung des steigenden Verkehrsaufkommens gilt besondere Aufmerksamkeit. Mit rund 14 Milliarden Euro in die Schienen-Infrastruktur bis 2023 wird das größte Investitionsprogramm in der Geschichte der Republik umgesetzt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in den Städten, die vor großen verkehrspolitischen Herausforderungen stehen. Stadtseilbahnen könnten hier sinnvolle Projekte sein, die rasch und kostengünstig zur Lösung der Verkehrsprobleme beitragen können. In der integrierten Klima- & Energiestrategie, die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus erarbeitet wurde, ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrs fixer Bestandteil.

Maßnahmen für flüssigen Verkehr und weniger Stau

Die meisten Abgase verursachen Fahrzeuge, die im Stau stehen. Durch das Pilotprojekt „Temporäre Freigabe des Pannenstreifens“ kann vor allem in Spitzenzeiten auf hochbelasteten Autobahnabschnitten verhindert werden, dass sich ein Stau bildet. Das schont die Umwelt und erhöht die Verkehrssicherheit. Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung des Verkehrsflusses ist das „Rechts abbiegen bei Rot“. Dazu gibt es im Herbst 2018 in Linz und Wels einen Erstversuch nach internationalem Vorbild an jeweils drei dafür geeigneten Kreuzungen.

Autor: BMVIT
Bilder: Fotolia | BMVIT


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