W ie wird sich Österreich in den nächsten Jahren entwickeln? Was sind die Strategien für eine erfolgreiche Zukunft? Diese Fragen stellten wir unserer Bundesregierung. Sie sollten die 3 wichtigsten Projekte aus ihrem Ressort beschreiben. Das sind die „Top 3“ von Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus.

Österreich ist aufgrund des hohen Lebensstandards eines der beliebtesten Länder zum Wohnen. Und das pusht die Preise nach oben. Egal ob Baugrund, Haus- oder Wohnungskauf oder Miete, derzeit muss man in fast überall tief in die Tasche greifen. War früher rund ein Drittel des Monatsgehalts für das Wohnen kalkuliert, gibt man mancherorts bereits knapp die Hälfte für das Zuhause aus. Aber wo wohnt man heute noch günstig?

Klima- und Energiestrategie #mission2030

Zum Schutz unserer Umwelt und um die Ziele des Pariser Klimaabkommen zu erreichen hat die Bundesregierung im Jänner 2018 die Erarbeitung einer integrierten Klima- und Energiestrategie beschlossen. Die Federführung für dieses Projekt haben die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger, und der Bundesminister für Verkehr und Infrastruktur, Norbert Hofer, übernommen. Ende März konnte dann der Entwurf der Klima- und Energiestrategie „#mission2030“ präsentiert werden.

Elisabeth Köstinger

Elisabeth Köstinger (ÖVP) ist seit 8. Januar 2018 Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus. (Foto: BMNT, Paul Gruber)

An ihm haben Experten aus den Bereichen Umwelt, Energie, Klimaschutz und Verkehr der beiden Ressorts gearbeitet. Diese Strategie soll die Grundlage sein, auf der die Maßnahmen der kommenden Jahre erarbeitet und entwickelt werden. Die Strategie beinhaltet einen Weg für eine saubere und sichere Energiewende und Maßnahmen, unser Klima bestmöglich zu schützen und die Energieversorgung in Österreich sicherzustellen. So soll etwa der Ausstieg aus Öl-Heizungen oder Ausbau des öffentlichen Verkehrs vorangetrieben werden. Der 70-Seitige Entwurf ist unter https://www.mission2030.bmnt.gv.at einsehbar. Bis 8. Mai hat jeder die Möglichkeit, Vorschläge einzubringen und sich zu beteiligen.

Plan T – Masterplan für Tourismus

Der Tourismus in Österreich ist gut aufgestellt. Um Investitionen möglich zu machen und international wettbewerbsfähig zu bleiben, hat die österreichische Regierung die Mehrwertsteuer von 13 % auf 10 % auf Nächtigungen gesenkt. Nachhaltiger Erfolg im Tourismus ist aber mehr als neue Nächtigungsrekorde – es geht um Umsätze, Ertrag, Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Akzeptanz, etc. Dazu brauchet es ein umfassendes und vor allem zukunftsgerichtetes Indikatorensystem, das anzeigt, ob Österreich am richtigen Weg ist.

Die letzte gesamthafte Strategie für den heimischen Tourismus stammt aus dem Jahr 2010. In die Arbeit zum neuen Masterplan sollen alle wesentlichen Player des Tourismus miteinbezogen werden. Im Frühling 2019 wird dann der fertige Masterplan auf den Tisch liegen und die Umsetzung beginnen. Wichtige Partner sind dabei natürlich auch die Länder, denn bei ihnen liegt der größte Teil der Zuständigkeit, wenn es um Tourismus geht.

Taskforce Landwirtschaft

Unsere Bäuerlichen Familienbetriebe erhalten unser Kulturlandschaft und versorgen uns mit hochwertigen Lebensmittel. Im europäischen Verhältnis ist Österreichs Landwirtschaft kleinstrukturiert, was unsere Landwirte unter Druck setzt. Um die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln und die Kulturlandschaft in Österreich zu erhalten, braucht es eine Stärkung unserer bäuerlichen Familienbetriebe.

Ein besonderer Fokus wird auch auf die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik auf EU-Ebene gelegt. Durch die Einrichtung der Task-Force „Zukunft Landwirtschaft und Lebensräume“ sollen nachhaltige Konzepte für Österreich erarbeiten werden. Diese beinhalten etwa auch den Kampf gegen unlautere Geschäftspraktiken von Großkonzernen oder eine durchgehende Kennzeichnung von Lebensmitteln.

Autor: BMNT
Bilder: Pixabay | BMNT


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