Der weltweite Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Erderwärmung und die damit verbundenen Extrem-Wettersituationen, so wie sie dieses Jahr auch wieder in Österreich beobachtbar waren, werden durch den globalen Anstieg der Treibhausgasemissionen verstärkt. Immer mehr Unternehmen nehmen daher ihre Verantwortung wahr und investieren in freiwilliges Klimamanagement.

Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2016 lag die globale Lufttemperatur um rund 0,94°C höher als das Mittel im ganzen 20. Jahrhundert*. Auch in der Datenanalyse der wärmsten Jahre seit 1880 scheinen in den Top 5 nur Jahre ab 2010 auf. Dies sind Informationen, die vielen Menschen zeigen, dass sich etwas ändern muss. Und einen Beitrag zum Eingrenzen von Treibhausgasen kann jeder einzelne leisten.

CO²-Fußabdruck des Unternehmens

Treibhausgasemissionen sind Beschleuniger zur Erderwärmung und damit für den rascheren Klimawandel verantwortlich. Wenn es also gelingen sollte diese zu reduzieren, kann auch die Erderwärmung reduziert werden. Für viele Unternehmer ist dies ein großes Anliegen, denn häufig entstehen im eigenen Betrieb Emissionen, die nur durch einen hohen Kostenaufwand und nur bis zu einem gewissen Punkt reduziert werden können. Daher suchen sie nach Möglichkeiten, wie Sie dennoch freiwillig ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Um zu wissen, wie sehr ein Unternehmen die Umwelt belastet, kann eine Treibhausgasbilanz erstellt werden. In diesem detaillierten Reporting werden nicht nur die Produktionsstätte, sondern auch bspw. Mitarbeiter, Strom- und Wärmeverbrauch oder auch Geschäftsreisen analysiert. So erhält das Unternehmen eine exakte Erfassung des betrieblichen oder produktbezogenen CO²-Fußabdruckes.

Fokus Zukunft

Umweltprojekte unterstützen

Treibhausgase verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre. Daher ist es sinnvoll, die Emissionen dort zu vermeiden, wo die Kosten am geringsten sind. Ist es daher einem Unternehmen nicht möglich, die Umweltbelastung selbst zu reduzieren, können Klimaschutzzertifikate erworben werden. Durch diese Zertifikate werden weltweit Klimaschutzprojekte, die zur Reduktion des Klimawandels beitragen, unterstützt. So kann die Klimabilanz ausgeglichen werden.

Um eine weltweite Reduktion von Treibhausgasen zu erreichen, ist es also wichtig, dass jede/r einzelne und insbesondere UnternehmerInnen ihren Teil leisten. Durch die Unterstützung von Klimaprojekten, bspw. die Wiederaufforstung von Regenwaldgebieten, kann Kohlendioxid in der Atmosphäre reduziert werden. Wenn alle Unternehmen einen kleinen Teil freiwillig leisten, ist ein großer Schritt erreicht.

Andreas Haider, Unimarkt:

„Unimarkt möchte bei Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden ein besseres Bewusstsein hinsichtlich des Umgangs mit endlichen Ressourcen bilden sowie einen positiven Umgang mit Energie und sonstigen Ressourcen im Unternehmen und im Alltag fördern. Wenn man eine Stimme in der Öffentlichkeit hat, sollte diese genutzt werden um so wichtige Themen, wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit anzusprechen und Verantwortung zu übernehmen. Daher haben wir uns für die Klimaneutralität entschieden, wollen uns aber auch mit anderen Maßnahmen und Aktionen in diesem Bereich engagieren.“

Firmeninhaber Stefan Recheis und Geschäftsführer Mag. Martin Terzer, Recheis Teigwaren GmbH:

„Als Tiroler Familienunternehmen schätzen wir die natürliche Umgebung in der wir leben und arbeiten dürfen. Wir sind uns bewusst, dass wir damit sorgsam umgehen und auch etwas zurückgeben müssen. Die gerade erreichte CO2 Neutralität ist ein weiterer wichtiger Schritt – für uns als Unternehmen und für uns als Verantwortungsträger für die kommenden Generationen.“

*Quelle: NOAA (https://www.noaa.gov/climate)

Autorin: Lisa Weber
Bilder: Fotolia

Die Schritte zu Ihrer Klimaneutralität:

1. CO2-Fußabdruck berechnen

2. Klimaschutz-Projekt wählen

3. Zertifikate erwerben


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